Haben Tiere Gefühle, die unseren menschlichen Gefühlen sehr nahe kommen oder die sogar identisch sind??? Ich meine ja und habe das auch so in den vielen Jahren im Busch erlebt. Ein Großteil der Wissenschaftler meint nein und hat aber sehr wässrige Argumente.

Ich möchte hier einfach mal auf dem Blog eine Dsikussion beginnen. Denn wir diskutieren das auch heftig intern. Im neuen Kinoprojekt reflektieren wir menschliche Gefühle in unsere Figuren und lassen diese auch sprechen. Alle unsere tierischen Schauspieler sind Persönlichkeiten.

In den letzten Tagen habe ich dazu interessante Aspekte von David Sheldrick gefunden. Er hat sich damals beim Aufbau des Tsavo Nationalparks in Kenia regelrechte Schlachten mit den Wissenschaftlern geliefert und immer wieder darauf verwiesen, dass Tiere als absolute und hochemotionale Persönlichkeiten zu betrachten sind. Genauso empfinde ich es auch, wobei ich einen signifikanten Unterschied darin sehe, dass Tiere meistenteils sich von uns Menschen unterscheidende Sinneswahrnehmungen haben, was sowohl Kommunikation als auch Gefühlswelt beeinflusst.

Also diskutiert hier fleissig mit. Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.

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13 Comments

  1. Katja Richter

    Ich bin auch der Meinung, dass Tiere sehr viele Gefühle haben. Ihre Emotionen sind ja auch ihre Art und Weise sich auszudrücken. Wenn man es rein wissenschaftlich betrachtet, dann sind Emotionen auch nur ein Chemiemix im Hirn, Dopamin, Serotonin etc. Diese Hormone werden bei Tieren ebenfalls ausgeschüttet. Und zum Schluss noch einen netten Spruch: Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, dann fühlen Tiere dass Menschen nicht denken können!❤️

    1. Danke für den Beitrag!

  2. Sarah

    Tiere haben ganz sicher Gefühle. Ich kann es jeden Tag allein an meinen Katzen sehen. Sie können ungeduldig, gechillt, müde, entspannt sein und strahlen es aus. Sie können entnervt sein, liebevoll nachfragend oder fordernd, sie können auch mal beleidigt sein – wenn auch nur kurzfristig. Sie sprechen auf ihre Art, drücken ihre Gefühle aus. Mag sein, dass wir sie vielleicht manchmal vermenschlichen, ihnen Gefühle unterstellen und Gedanken … aber rein intuitiv reagieren wir wohl richtig. Von daher können die Gefühle von unseren gar nicht so verschieden sein. Tiere reagieren direkt, sie denken nicht erst groß nach. Das macht sie so liebenswert und ehrlich.
    Wenn Wissenschaftler Tieren die Gefühle abreden, heißt es für mich nur, dass sie Tiere als „niederen Lebewesen“ Gefühle nicht zugestehen wollen. Ein großer Fehler!

    1. Danke für den Beitrag!

  3. Matto

    Danke Sarah und Katja für die schönen Beiträge. Ich hoffe, da kommt noch mehr.
    Für uns als Team, das nun Pambara aufbaut, ist das alles sehr wichtig und motivierend. Wir haben ja beschlossen, dass wir mit viel Emotion und eben einer überaus persönlichen Charakterisierung unserer Schauspieler ein ganz großes Thema der Zukunft endlich nachhaltig an viele Menschen tragen wollen. Es ist klar, dass wir dafür teilweise in der Öffentlichkeit hart angegangen werden.

    Unsere vorläufigen Ziele von Pambara sind:
    1. Verantwortungvoller Umgang mit unseren Mitgeschöpfen fördern
    2. Ein Ökosystem zu schaffen, das wirkliche Zukunft hat. Und dazu gehört das schwierige Thema, Kompromisse mit allen Teilnehmern des Ökosystems zu finden, die auf lange Sicht für alle gleichermaßen Lebensqualität schaffen
    3. Innovative Lösungen. Dazu hilft Emotion und durchaus eine spielerische Annäherung an das Thema

    Wir hoffen sehr, dass Pambara und damit auch die Plattform hier eine lebendiges Forum wird, von der aus viele Impulse ausgehen. Wir wissen, dass wir mit Pambara vor einer fast unlösbaren Aufgabe stehen. Aber genau das motiviert mich besonders.

  4. Katja König

    Auf jeden Fall. Sehe ich bei meinen Tieren jeden Tag 👍
    Musste meine fast 3Jahre alte Katze von ihrem Nierenleiden erlösen. Der 3 Jahre ältere Kater, mit dem sie aufgewachsen ist, spürte, dass an diesem Tag etwas anders ist. Er lag den ganzen Tag bei der schwer kranken Katze und ist ihr nicht von der Seite gewichen. Als es dann soweit war und ich sie zum Tierarzt fahren musste, hat er sich von ihr verabschiedet. Es war herzzerreißend. Wochenlang hat er getrauert…wollte nicht mehr raus, kaum gefressen. Wenn jemand sagt, Tiere können nicht fühlen, sag‘ ihnen, dass sie keine Ahnung haben.

    1. Sehr berührend. Danke für diesen schönen Beitrag. Das tut mir sehr Leid mit deinem Kätzchen!!!
      Ja, ich könnte hier einen Roman schreiben und würde mit der Trauer Maleika’s und ihrer beiden letzen Kinder beginnen, nachdem sie ihren Sohn/Bruder ‚Marlo‘ an einem Krokodil verloren hatten. 4 Tage ehrliche Trauer und eine tiefe, für immer bleibende Wunde in der Seele einer wunderbaren Gepardin. Gefühle in der Natur und bei Tieren ist stärker, als viele sich vorstellen könnten. In einer Welt der künstlichen Intelligenz (respektive künstlicher Gefühle), Technik, Gesetzesfluten, und Rationalisierung sind Gefühle instrumentalisiert. Die derzeitige Situation zeigt es deutlich. Angst vor dem Tod macht die Gesellschaft hörig für Politik, Lobbyismus, Egomanie und Profit in der Pharmaindustrie. Tiere würden das nicht mit sich machen lassen.

  5. Kerstin Kessel

    Tiere haben genauso Gefühle wie wir Menschen. Sie spüren Schmerz, Leid und können extrem trauern wenn sie einen geliebten Artgenossen oder Menschen verlieren. Diese Erfahrung habe ich des Öfteren gemacht und bricht mir immer wieder aufs Neue das Herz.

    1. Ganz lieben Dank, Kerstin!

  6. Miriam

    Ja, Tiere haben Gefühle, aber nicht jeder Mensch kann sie wahrnehmen. Ich denke man muss tierlieb sein und sich auf Tiere einlassen, um die Gefühle zu erkennen. Je mehr man mit ihnen lebt, umso besser kann man es beobachten und kann die Gefühle sogar oft in der Mimik der Tiere lesen. Freude, Glück, Eifersucht, Trauer, Angst, Wut und selbst Schadenfreude hab ich schon beobachten können. Meine Setter Hündin ist diesbezüglich ganz groß. Sie weiß genau wie sie andere austrickst, um ein Ziel zu erreichen. Z.B. Chihuahua kaut auf einem Knochen, den sie möchte. Sie geht ans Fenster und bellt, weil sie weiß Chihuahua ist neugierig und bellt sehhhhr gern. Chihuahua kommt voller Aufregung und Empörung, um jemanden anzubellen. In der Zeit schnappt sich Setter den Knochen. Der Blick, den sie dem Chihuahua dann zuwirft spricht Bände 😅

    1. Danke für den schönen Beitrag. Das macht Lust, mit viel Elan an Pambara zu arbeiten!!!

  7. Marzena

    Es steht für mich ganz sicher, dass Tiere Gefühle haben, die den unseren gleich sind. Manche von ihnen können ihre Emotionen mit Lauten ausdrücken, bei anderen erkennt man sie nur an ihrem Verhalten oder man sieht sie in 8hren Augen. Als Kind sah ich bei jedem ZOO-Besuch mit der Klasse, wie trist und verzweifelt die Wölfe in ihren kleinen Käfigen waren. Da ich geritten habe, heulte mein Pferd immer wenn ich nach Hause musste und wiherte ganz fröhlich wenn ich wieder kam. Ich bin mot Hunden aufgewachsen, habe jetzt seit gut 7 Jahren eine adoptierte Hündin, hatte bis vor 2 Jahren auch eine CKCS-lady. Jeden Tag konnte ich sehen, wie sie zanken aber auch füreinander sorgen. Mir haben sie ihre Gefühle auch deutlich gezeigt. Jeder, der sich von Tieren umgibt, kann ihre Freude, Liebe, Wut eller Angst erkennen. Ich schätze jede Wissenschaft, hier ist sie jedoch machtlos, weil man keine Gefühle berechnen oder messen kann 😉

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